Carl Gotthard Langhans (15.12. 1732 - 1.10. 1808)  
   
   
   
   
 
Geboren in Landeshut i. Schlesien. am 15.12. 1732, gestorben am 1.10. 1808 in Grüneiche (heute zu Breslau).
Tätig zunächst in Breslau. 1768/69 halbjähriger Aufenthalt in Italien. Seit 1775 Kriegs- und Oberbaurat für Schlesien. Studienreise nach Holland, England und Frankreich. 1786 wird Langhans nach Berlin berufen.
Hauptwerke: In Breslau: Palais Hatzfeld (1766 - 73, Innenausbau bis 1786) (Fragment); Domdechantei und zwei Kurien (1767); Schützen- und Gesellschaftshaus, sog. Zwinger (1768-70); ehemalige Zuckersiederei (1771); Umgestaltung des Friedrichstores (1773); Schauspielhaus (abgebrochen). Zu erwähnen sind ferner aus der schlesischen Tätigkeit: das Armenhaus in Kreuzburg (Oberschles.), die Kaserne in Brieg (1780), die evangelischen Kirchen in Groß-Wartenberg und Waidenburg (1785); ferner das Palais Pachaly in Breslau und die Landschlösser Pawlowitz, Romberg und Dyhernfurt; Kasernen am Breslauer Bürgerwerder; Zuckersiederei bei Hirschberg.
In Berlin baut Langhans u. a.: die Herkulesbrücke (abgebrochen), die Kolonnaden in der Mohrenstraße (1787), das Schloßtheater in Charlottenburg (1788/89), das Belvedere (1787 - 89) ebendort, den Turmhelm der Marienkirche in Berlin, vor allem aber das Brandenburger Tor und das (abgebrannte) Nationaltheater auf dem Gendarmenmarkt (1800-02), über dessen Fundamenten sich das jetzige Schauspielhaus Schinkels erhebt. Ferner: Innenausstattung des Marmorpalais in Potsdam, die dortige Orangerie sowie einige Parkbauten; Innenarbeiten im Berliner Stadtschloß und im Palais Dönhoff; verschiedene Privathäuser sowie die Tierarzneischule. 1794/95 war Langhans in Breslau: Erweiterung des Kgl. Schlosses, evangelische Kirchen in Reichenbach (1795) und Rawitsch (1915 durch Brand zerstört). Auch einige Wohnhäuser in Breslau, Landeshut und Waidenburg werden Langhans zugeschrieben, ebenso die Kirchen in Ober-Adelsdorf und Münsterberg. Zu Beginn seiner Tätigkeit war Langhans kurze Zeit auch in Rheinsberg tätig, wo er 1769 das Schloß des Prinzen Heinrich umgebaut und teilweise neu eingerichtet hatte.
 
   
   
  Im Archiv vorhandene Werke  
     
  1765 - 1775 ehem. Palais Hatzfeld - Breslau (Wrocław) / Schlesien, ul. Wita Stwosza  
  1785 - 1787 Palais Wallenberg-Pachaly - Breslau (Wrocław) / Schlesien, ul. Szajnochy 8  
  1787 Mohrenkolonnaden - Berlin - Mitte, Mohrenstraße 37 b bzw. 40/41  
  1787 - 1791 Schloß Charlottenburg (Theaterbau) - Berlin - Charlottenburg, Luisenplatz 1  
  1787 - 1791 Marmorpalais (Innenausstattung) - Potsdam / Brandenburg, Neuer Garten  
  1788 Sternwarte - Halle/Saale / Sachsen-Anhalt, Botanischer Garten  
  1788 - 1790 Landhaus - Bad Freienwalde / Brandenburg  
1789 - 1790 Belvedere - Berlin - Charlottenburg, Schloßpark
1789 - 1790
  Torhaus - Potsdam / Brandenburg, Neuer Garten  
  1789 - 1790 Anatomie - Berlin - Mitte, Luisenstraße 56  
  1789 - 1790 Marienkirche (Tumaufsatz) - Berlin - Mitte, Karl-Liebknecht-Straße  
  1789 - 1791 Brandenburger Tor - Berlin - Mitte, Pariser Platz  
  1790 Erbbegräbnis - Kunersdorf / Brandenburg  
  1791 - 1792 Pyramide - Potsdam / Brandenburg, Neuer Garten  
  1792 - 1792 Orangerie - Potsdam / Brandenburg, Neuer Garten  
  1792 - 1794 Gotische Bibliothek - Potsdam / Brandenburg, Neuer Garten  
       
       
       
   
[© Wissenschaftliches Bildarchiv für Architektur]